Wintergärten: Gut geplant ist schnell genehmigt

01.10.2018 | Baubranche

Wintergärten sind ideal, um der kalten Jahreszeit ein Schnäppchen zu schlagen und auch bei niedrigen Temperaturen im überdachten Garten sitzen zu können. Laut Verband Privater Bauherren liegt der Wintergartenanbau derzeit im Trend. Von Fertigsystemen bis hin zur individuellen Planung reicht die Angebotspalette.

Doch den scheinbar kleinen Anbau sollten Eigentümer den Bauexperten zufolge nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn hierbei handelt es sich um ein genehmigungspflichtiges Bauprojekt. Das Bauamt entscheidet, ob und an welcher Seite angebaut werden darf. Der Wintergarten braucht ein Fundament und muss für Heizung und Lüftung an das öffentliche Versorgungsnetz angeschlossen werden.

Vor diesem Hintergrund sollten Interessenten bereits für die Planung Bauexperten zu Rate ziehen, damit der Anbau so reibungslos wie möglich verläuft.

Der Kaltwintergarten:

Der Kaltwintergarten sagt schon der Name, weil er nicht beheizt wird. Dabei handelt es sich um einen einfachen Anbau aus Glas, also nicht vielmehr als ein Gewächshaus. Ein solcher Wintergarten kann auch zu Wohnzwecken genutzt werden, denn Sie können bei Sonnenschein in Ihrem neuen Wintergarten sitzen, selbst wenn es draußen etwas kälter ist. Allerdings dient diese Art von Wintergarten eher dazu, Ihre Pflanzen über den Winter zu helfen oder im Sommer ein perfektes Klima für Ihre Kakteen zu simulieren.

Ein großer Vorteil ist es, dass ein Kaltwintergarten genau wie ein Gewächshaus in der Regel genehmigungsfrei ist. Wer also über gewisses handwerkliches Geschick verfügt, kann seinen neuen Wintergarten auch schnell selbst aufbauen. Besonders unkompliziert geht das mit Bausätzen für wenige tausend Euro.

Der Warmwintergarten:

Ein Warmwintergarten wird hingegen beheizt und kann deswegen das ganze Jahr über als echter Wohnraum genutzt werden. Je nach Ausführung handelt es sich hierbei um einen Glaskasten, der genau wie der Kaltwintergarten einfach an ein Wohnhaus angebaut wird. Oder aber um ein helleres zusätzliches Wohnzimmer, also quasi eine Erweiterung Ihres Wohnraumes. Die Architektur des Hauses ist dann natürlich offen gestaltet und mündet in Ihren neuen Wintergarten.

Ein solcher Warmwintergarten verursacht in der Planung und Umsetzung einen erheblich größeren Aufwand als ein Kaltwintergarten. Hier benötigen Sie üblicherweise eine Baugenehmigung. 

Hinweis: Achten Sie auf Wärmebrücken 

Mangelnde Luftdichtheit ergibt sich bei Vorhandensein von Wärmebrücken. Dabei handelt es sich um Bereiche, aus denen die Wärme schneller nach außen abgegeben wird als in den benachbarten Bereichen. Wärmebrücken entstehen besonders oft an Fenster- und Türöffnungen, den Dachsparren und anderen Balkenkonstruktionen mit Außenwandberührung und Ihrem neuen Wintergarten, sowie an den Anschlüssen für Versorgungsleitungen.

Wenn solche Stellen nicht abgedichtet werden, können an ihnen große Mengen Energie ungenutzt entweichen. Gleichzeitig sinkt in diesen Bereichen die Oberflächentemperatur an der Raumseite der Wand. Hieraus ergibt sich die Gefahr, dass sich Kondenswasser und langfristig Feuchtigkeitsschäden oder Schimmel bilden.

Ihren neuen Wintergarten planen: 

Wie möchten Sie Ihren künftigen Wintergarten nutzen? Geht es darum, sich draußen aufhalten zu können, auch wenn es schon etwas kälter ist? Oder soll einfach nur Ihr Wohnzimmer erweitert werden? Und was soll im Wintergarten Platz finden? Gemütliche Möbel oder zahlreiche Pflanzen? 

Von diesen Vorstellungen und Zielen hängt Ihre weitere Planung des Wintergartens ab. Denn wenn Sie sich ein kleines Tropenhaus einrichten möchten, brauchen Sie mehr Platz nach oben und keine Heizung. Wenn Sie aber in Ihrem neuen Wintergarten wohnen möchten, benötigen Sie eine Heizung und der Übergang zum Wohnhaus muss entsprechend gestaltet werden. Daneben gibt es aber noch viele weitere Dinge zu beachten. Gerne erläutern wir Ihnen das in einem persönlichen Gespräch. 

Redaktion: D.Eckardt (CEO)



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